Die Geschichte von Lucendro
Die Geschichte von Lucendro
Ein Skiwachs, das seit über 60 Jahren weitergegeben wird.
Von Alois Russi in Andermatt über Max Gisler bis zur Familie Gisler in Arosa – verbunden durch Werkstatt, Ski und Rennsport.
Andermatt · Der Anfang
In einer schwierigen Zeit beginnt Alois Russi mit Lucendro.
Alois Russi befand sich damals in Andermatt in einer finanziell schwierigen Lage. In dieser konkreten Situation begann er, einen eigenen Skiwachs zu entwickeln und herzustellen.
Was daraus werden würde, war zu diesem Zeitpunkt nicht abzusehen. Lucendro wuchs erst mit der Zeit – durch den Gebrauch, durch Kunden und durch persönliche Empfehlungen.
Von Hand zu Hand
Lucendro wurde nicht durch grosse Kampagnen bekannt. Kunden und Werkstätten lernten den Wachs im Alltag kennen. Wer ihn schätzte, empfahl ihn weiter.
Auch Gisler Sport gehörte zu den Kunden von Alois Russi. So blieb Lucendro über Jahre präsent – nicht als Massenprodukt, sondern als Geheimtipp.
Lucendro kannte man nicht aus der Werbung. Man kannte es über Menschen, die damit arbeiteten.
2000 · Die Übergabe
Alois Russi wollte Lucendro Max Gisler anvertrauen.
Als Alois Russi einen Nachfolger suchte, war Gisler Sport bereits Kunde und kannte Lucendro aus der Praxis. Alois wollte den Wachs ausdrücklich an Max Gisler weitergeben.
Es ging damit nicht nur um einen Verkauf, sondern um die Übergabe an eine konkrete Person, der Alois vertraute. Im Jahr 2000 übernahm Max Gisler Lucendro. Die Produktion zog von Andermatt nach Arosa.
Das zweite Kapitel
In Arosa wird Lucendro weitergeführt.
Mit der Übergabe kam Lucendro in den Alltag von Gisler Sport: in die Werkstatt, auf die Ski und in den Schnee. Die Produktion wurde weitergeführt und der Wachs mit der Erfahrung aus der täglichen Praxis weiterentwickelt.
So wurde Arosa mehr als ein neuer Standort. Es wurde das zweite Kapitel einer Geschichte, die in Andermatt begonnen hatte.
Dokumentarischer Blick
Ein Design, das geblieben ist.
Die rote Lucendro-Verpackung mit Krone, Schild und Schriftzug geht auf die Zeit von Alois Russi zurück und wurde über die Jahrzehnte weitgehend beibehalten. Mit der Übernahme durch Max Gisler kam sein Name auf die Verpackung – der charakteristische Auftritt von Lucendro blieb.


Teil der Familie
Lucendro war schon da.
Marco und Mirjam Gisler wuchsen mit Lucendro auf. Beide fuhren Skirennen, und der Wachs gehörte seit ihrer Kindheit zur Familie.
Beim Wachsen der Ski, bei der Rennvorbereitung und im Werkstattalltag war Lucendro selbstverständlich dabei. Es war eines der vielen Dinge, die vor einem Renntag stimmen mussten – als Teil der eigenen Präparation.
Lucendro war kein neues Produkt, das irgendwann zur Familie kam. Es war schon da.
Gerüchteküche des Rennsports
Was man sich über Lucendro erzählt
Rund um Lucendro gibt es seit Jahrzehnten Geschichten aus dem Rennsport. Eine davon führt bis zu den Olympischen Winterspielen 1972 in Sapporo: Dort sollen Ski von Schweizer Rennfahrern mit Lucendro präpariert worden sein. Belegt ist das nicht.
Viel geändert hat sich im Rennservice bis heute nicht. Gute Wachsmischungen werden selten offengelegt. Servicemänner erzählen auch heute kaum, womit sie einen Ski tatsächlich präparieren.
Genau deshalb bleiben viele Geschichten rund um Lucendro schwer belegbar. Immer wieder war von roten Belägen und auffälligen Spuren die Rede – Hinweise vielleicht, aber keine Beweise.
Was wir hingegen direkt sehen: Eltern von Nachwuchsathletinnen und Nachwuchsathleten bestellen Lucendro bei uns und berichten, dass sie seit Jahren darauf setzen.
Ob Lucendro auch heute im Weltcup verwendet wird, wissen wir nicht. Möglich ist es – aber gerade im Rennservice bleiben die besten Mischungen oft dort, wo sie entstehen: am Wachstisch.
Lucendro heute
Geblieben ist, was Lucendro ausmacht.
Lucendro wird heute in Arosa von der Familie Gisler weitergetragen. Das Grunddesign der Verpackung ist geblieben; mit der Übergabe kam der Name Max Gisler hinzu. Unverändert ist auch die Nähe zu Ski, Werkstatt und praktischer Anwendung.
Bis heute ist Lucendro kein lautes Massenprodukt. Es bleibt ein unkomplizierter Skiwachs mit Geschichte – und ein Geheimtipp für Menschen, die ihn kennen und weiterempfehlen.
Von Menschen weitergegeben
Von Andermatt nach Arosa – von Alois Russi zu Max Gisler und weiter in die nächste Generation.
Lucendro – der Geheimtipp aus Arosa.